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Blindniete

GESIPA® Blindniete gibt es in den verschiedensten Ausprägungen, Materialien, Formen, Längen und auch Farben. Je nach Aufgabe, die ein GESIPA® Blindniet zu erfüllen hat, kann bei GESIPA®zwischen einem ab Lager lieferbaren Standardmodell oder einem speziell für einen Anwendungsfall konzipierten Blindniet gewählt werden. Auch optisch erreichen GESIPA®Blindniete durch abgestimmte Geometrien und hochwertige Werkstoffe der Einzelkomponenten immer eine qualitativ hochwertige und ansprechende Verbindung.

Blindniettechnik aus dem Hause GESIPA® ist aus vielen modernen Industrie-Produktionen, in denen Verbindungstechnik erforderlich ist, aufgrund ihrer Wirtschaftlichkeit und Vielseitigkeit nicht mehr wegzudenken. In ihr vereinen sich Vorzüge wie die Überwindung von eingeschränkter Bauteil-Zugänglichkeit, dauerhaft sicheres Zusammenfügen verschiedenster, auch empfindlicher Materialien und auf Wunsch sogar die Dokumentation des Setzprozesses.

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Der GESIPA® Blindniet - die Begrifflichkeiten

Der Blindniet besteht aus zwei Teilen: dem Hohlniet (1) und dem Nietdorn (2). Der Hohlniet besteht aus dem Setzkopf (3) und dem Hohlnietschaft (4). Der Setzkopf befindet sich auf der Verarbeitungsseite und ist in Durchmesser und Form variabel. Es gibt ihn in den Varianten Flachrundkopf, Senkkopf und Großkopf. Der Nietschaft ist in Abhängigkeit der zu vernietenden Materialstärke in verschiedenen Längen erhältlich. Der Nietdorn hat die Aufgabe, den Nietschaft zu verformen. Er ist mit einer Sollbruchstelle (5) ausgerüstet, an der der Nietdorn nach abgeschlossener Verformung des Nietes abreißt. Der Restnietdorn (6) ist der im Hohlniet verbleibende Anteil des Nietdornes. Der Restdorn (7) ist der Anteil des Nietdorns, welcher mittels Blindniet-Setzgerät aus dem gesetzten Niet aberissen wird.

GESIPA®-Blindniete – Nachhaltig verbinden

Während des Setzvorganges wird der Nietdorn mit den Futterbacken des Setzgerätes gezogen und verformt dabei den Hohlniet bis zum vordefinierten, festen Sitz im Bauteil. Schließlich reißt der Nietdorn an der vorgesehenen Stelle, der Sollbruchstelle, ab und kann dem Recycling zugeführt werden. Der Restnietdorn ist der im Hohlniet verbleibende Restdorn und kann je nach Anwendungsfall eine zusätzliche Sicherungsfunktion übernehmen.

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Was Sie sonst noch über Blindniete wissen sollten

Fragen und Antworten zum Thema Blindniete.

Blindniete, auch "Popniete" genannt, finden in den unterschiedlichsten Branchen Verwendung. Sie kommen häufiger zum Einsatz als man denkt, denn Niete sind besonders praktisch, wenn man nur einseitigen Zugang zum Werkstück hat, weshalb sie schnell und einfach gesetzt werden können. Generell finden Blindniete in der allgemeinen Metallverarbeitung Anwendung. Überall dort, wo es darum geht eine Verbindung von dünnen Blechen oder verschiedenen Materialien herzustellen, an welchen herkömmliche Schraubverbindungen nicht praktikabel sind, eignet sich der Einsatz von Nieten. Man findet sie beispielsweise in der Automobilindustrie, wo die Verbinder häufig genutzt werden, um Verkleidungen oder Stoßfänger am Fahrzeug zu befestigen. Für den Fassadenbau oder um Paneele und Dachprofile zu befestigen, werden Blindniete im allgemeinen Bauwesen verwendet. Die Liste ist lang, denn auch im Truck- und Trailer-Sektor, in elektronischen Anwendungen oder im Bereich Weiße Ware kann man auf Blindniete zurückgreifen.

Die Wahl des richtigen Blindniets hängt von verschiedenen Faktoren ab. Es muss zum einen die Anwendung selbst betrachtet werden und welche besonderen Anforderungen dabei an den verwendeten Blindniet gestellt werden. Nicht nur die Größe des Niets spielt dabei eine Rolle, sondern vor allen Dingen das Material muss passend zu den Materialien gewählt werden, die man miteinander verbindet. Weit verbreitet im Einsatz sind Stahl-Blindniete, die z.B. bei der Verbindung von Schwerlastkomponenten zu finden sind. Meist findet man sie in Anwendungen, wo eine hohe Zugfestigkeit gefordert ist. Edelstahl-Niete dagegen findet man oft in Bereichen, wo Korrosion problematisch ist, denn sie sind rostbeständig. Gerade im Bereich Automobil oder Luftfahrt trifft man meist auf Blindniete aus Aluminium, da es in diesen Industriebereichen viel auf das Gewicht ankommt und Alu-Niete extrem leicht sind. Doch es gibt nicht nur Blindniete aus Metall – für die Verbindung von Kunststoffteilen, verwendet man häufig Blindniete aus Kunststoff, die korrosionsfrei sind und nur minimale Anzugswerte benötigen. Aufgrund elektrischer Leitfähigkeit finden Kupfer-Blindniete häufig Anwendung in elektrischen Anwendungen. Zudem gibt es Niete, die sich aus zwei Materialien zusammensetzen und dadurch besonders vielseitig einsetzbar sind. Viele weitere Faktoren bestimmen, welcher Blindniet für welche Anwendung am besten geeignet ist. GESIPA liefert ein breites Produktangebot der oben genannten Blindniettypen für jeden Anwendungsbereich.

Popniet ist ein anderer Begriff für Blindniet. Popniete werden zum Verbinden von zwei oder mehr Materialien genutzt. Oft werden Popniete an schwer zugänglichen Bauteilen verarbeitet, bei denen die Zugänglichkeit von nur einer Seite möglich ist. Ein Popniet oder Blindniet besteht aus zwei Teilen: Dem Hohlniet und dem Nietdorn. Verarbeitet werden diese Verbinder mit einem speziellen Nietwerkzeug, welches durch Ziehen am Dorn den Nietkopf verformt. Der Restnietdorn bricht dann ab, sodass eine saubere Nietverbindung entsteht. Pop- bzw. Blindniete gibt es in den verschiedensten Ausführungen und für unterschiedliche Anwendungen. Zum Beispiel sind die GESIPA® CAP® Blindniete luft- sowie wasserdicht und die eFast PolyGrip Schaltschrankniete elektrisch isolierend.

In der Blindniettechnik gibt es verschiedene Arten von Nieten.

Flachkopf-Blindniete: Der Flachkopf-Niet sorgt für eine große Auflagefläche und dadurch einen guten Halt des Niets am Material. Er ist der Klassiker unter den Blindnieten.

Senkkopf-Blindniete: Der Nietkopf ist abgesenkt. Dies ermöglicht eine schönere Oberflächenästetik und verhindert Verletzungen durch Hervorstehende Nietköpfe.

Großkopf-Blindniete: Bei diesen Blindnieten ist der Nietkopf im Vergleich zum Niet-Schaft relativ groß. Dies ermöglicht eine größere Auflagefläche, was in bestimmten Anwendungen von Vorteil sein kann, um eine bessere Verteilung der Belastung oder eine erhöhte Stabilität zu gewährleisten.

Mehrbereichs-Blindniete: Ein GESIPA® PolyGrip® Blindniet kann mit einer Abmessung bis zu funf verschiedene Abmessungen von DIN Standard-Blindnieten ersetzen. Der Klemmbereich ist also deutlich größer und ermöglicht ein großes Anwendungsgebiet mit nur einer Abmessung.

Spreiz-Blindniete: Spreiz-Blindniete sind Presslaschen Blindniete, die ideal für weiche oder poröse Bauteile wie Holz, Fiberglas, Hartfaser oder Gipsplatten geeignet sind. Beim Setzvorgang fällt der Nietdorn aus dem Hohlniet heraus und auf der Schließkopfseite teilt der Nietdorn den Hohlniet in vier Teile. Diese verkrallen sich dann in das Material.

Magazin-Blindniete: Die Blindniete sind auf einem speziellen Nietdorn aufgezogen und sind direkt einsatzbereit. Wird ein Niet gesetzt, rückt direkt der Nächste nach, sodass die Blindniete schnell und ohne herunterfallen oder nachbestücken verarbeitet werden können.

Kunststoffniete: Wie der Name schon sagt, bestehen diese Blindniete aus Kunststoff und sind somit elektrisch nicht leitend, korrosionsfrei und besonders schonend zu lackierten Oberflächen. Sie werden vor allem bei der Verbindung von Kunststoffteilen verwendet oder dann, wenn nur geringe Anzugswerte benötigt werden.

Darüber hinaus gibt es auch noch:

Blindnietmuttern: Sind Verbindungselemente mit welchen in dünne Materialien, auch bei nur einseitiger Zugänglichkeit, ein hochbelastbares Gewinde eingebracht werden kann.

Blindnietschrauben: Als Kombination aus Blindnietmutter und Schraube sind Blindnietschrauben eine technische wie wirtschaftliche Alternative zu Schweißbolzen oder anderen mehrteiligen T-Nut-Systemen

 

Blindniete stehen nicht nur in verschiedenen Materialien und Größen zur Verfügung, sondern werden außerdem anhand ihrer Kopfform unterschieden. Die drei unterschiedlichen Kopfformen Flachrundkopf (auch Flachkopf), Senkkopf und Großkopf sollten entsprechend der zu nietenden Anwendung gewählt werden, um die optimale Leistung und Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Am meisten verbreitet ist unter den Blindnieten der Flachkopf. Der Flachkopf Niet eignet sich gut für die Befestigung von dünnen und/oder sich leicht verformbaren Materialien. Außerdem bietet der Flachkopf bei Blindnieten eine gute Auflagefläche auf den zu vernietenden Materialien und sorgt für guten Halt.
Die Kopfform Senkkopf hingegen wird bei Blindnieten verwendet, wo beispielsweise nach dem Setzvorgang eine glatte Oberfläche benötigt wird oder das genietete Element im Anschluss mit weiteren Bauteilen in Kontakt kommt und der Niet dabei nicht stören darf. Im Vergleich zum Flachkopf (oder auch Flachrundkopf) ist der Senkkopf konisch geformt und ragt weniger aus der verbundenen Anwendung heraus als ein Flachkopf.
Zu guter Letzt gibt es bei Blindnieten noch die Kopfform Großkopf. Wie der Name schon sagt, verfügt der Großkopf Niet über eine größere Auflagefläche auf dem Material nach dem Setzvorgang. Das eignet sich besonders bei empfindlichen Materialien oder wenn die Verbindung eine hohe Last aushalten muss.

Die Wahl der richtigen Länge eines Blindniets kommt ganz auf die Anwendung und das zu vernietende Material an. Der Klemmbereich beschreibt einen Bereich der minimalen und maximalen Materialstärke, die mit einer bestimmten Nietschaftlänge verarbeitet werden kann. Wird ein längerer Niet gewählt, kann eine größere Materialdicke verpresst werden als mit einer kürzeren Nietschaftlänge.

Mit dieser Faustformel ist die Bestimmung der richtigen Länge aber kinderleicht:

Materialstärke (bei mehreren Materialien werden die Materialstärken addiert) + Nietschaftdurchmesser (D) = Nietschaftlänge (L)

Ein Beispiel:
Material: Blech 3 mm + Blech 3 mm + Bohrung 4 mm = 10 mm Nietschaftlänge
= Das ergibt den Blindniet mit der Abmessung: 4 x 10

 

Blindniet, Blindniete, Blindnieten. Aber warum scheinen diese Art von Niete "blind" zu sein?

Technisch betrachtet besteht der Blindniet aus zwei Komponenten, dem Hohlniet und dem Nietdorn. Während bei anderen Fügetechniken, wie dem Schrauben, Clinchen und Stanznieten das Bauteil immer beidseitig erreichbar sein muss, ist das wirklich Besondere am Blindniet, dass nur eine einseitige Bauteil-Zugänglichkeit erforderlich ist. Das Blindnieten ist also ein Verfahren, bei dem der Niet zwei oder mehrere Materialien zusammenhält, indem diese miteinander verpresst werden. Die Bauteil-Rückseite muss nicht in einem zweiten Arbeitsschritt verschlossen werden, sondern wird automatisch durch die technische Bauweise des Blindniets verschlossen.

 

Blindniete von GESIPA® gibt es in unterschiedlichen Materialien. Je nach Anwendung kann die passende Material-Kombination gewählt werden.

Alu/Stahl: Der Hohlniet besteht aus einer Aluminium-Legierung, der Dorn aus verzinktem Stahl
Alu/Niro: Der Hohlniet besteht aus einer Aluminium-Legierung, der Dorn aus Edelstahl A2
Alu/Alu: Hohlniet und Nietdorn bestehen aus einer Aluminium-Legierung
Stahl/Stahl: Hohlniet und Nietdorn bestehen aus verzinktem Stahl
Kupfer/Stahl: Der Hohlniet besteht aus Kupfer, der Dorn aus verzinktem Stahl
A2 Edelstahl: Hohlniet und Nietdorn bestehen aus Edelstahl A2
A4 Edelzahl: Hohlniet und Nietdorn bestehen aus Edelstahl A4
Stinox: Der Hohlniet besteht aus Edelstahl A2, der Dorn aus verzinktem Stahl

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